
Warum wir unsere Badezimmerleuchten den „Feuchtigkeits- und Temperaturtests“ unterziehen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind ein Albtraum für Elektronikgeräte. Es herrscht starker Dampf, extreme Temperaturschwankungen – und die Feuchtigkeit haftet an allem fest. Wenn wir eine Leuchte einfach auf einer trockenen Arbeitsfläche testen würden, würde sie vermutlich bereits nach ein paar Monaten versagen. Niemand möchte einen solchen Anruf erhalten.
Deshalb unterziehen wir jede einzelne Leuchte diesen Tests unter hoher Feuchtigkeit und Temperatur.
Warum Feuchtigkeit alles zerstört
Wasserdampf ist äußerst gefährlich. Er dringt in die Gehäuse der Leuchten ein und setzt sich auf den Elektroden sowie auf den Dichtungen ab. Sobald er dort ist, beginnt er, das Metall zu zerfressen. Wenn die Leuchte eingeschaltet wird, werden diese korrodierten Stellen zu Hotspots – das ist eindeutig eine Katastrophe. Wir wollen lieber, dass diese Defekte in unserem Labor auftreten, anstatt dass sie in jemandes Decke entstehen.
Deshalb bringen wir die Leuchten in Kameras mit hoher Feuchtigkeit und schalten dort immer wieder den Strom ein. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art „Zeitmaschine“ – wir können so in wenigen Wochen die Auswirkungen von jahrelangem Dampfbad simulieren. Wir suchen nach Lecks sowie Brüchen in der Isolierung. Wenn die Dichtung zwischen dem Quarzglas und dem Metall beschädigt wird, entweicht Gas – und die Glühfaden brechen. Dann ist die Leuchte kaputt.
Der perfekte Mittelweg
Das Schwierige ist: Man kann die Leuchten nicht einfach nur fester verschließen. Es besteht eine ständige Balance zwischen dem Verhindern des Eindringens von Feuchtigkeit und dem Zulassen der Ausdehnung des Quarzglases bei Erwärmung. Ist die Dichtung zu fest, bricht das Glas beim Erhitzen. Zu locker? Dann dringt der Dampf einfach ein.
Unsere Tests helfen uns, diesen idealen Mittelweg zu finden – damit die Leuchten dem Dampf standhalten, ohne unter Druck zu zerbrechen.
Außerdem achten wir genau auf die „Widerstandsschwankungen“. Wenn der Widerstand plötzlich zunimmt, wissen wir, dass eine Verbindung beschädigt ist. Wir geben der Leuchte erst dann die Freigabe, wenn der Widerstand konstant bleibt. Auf diese Weise funktionieren die Leuchten auch nach sechs Monaten weiterhin einwandfrei. Keine überraschenden Reparaturen nötig – einfach eine Leuchte, die ihre Aufgabe erfüllt.