
Im Ofen sind es vor allem die physikalischen Eigenschaften des Glases, die mit den Anforderungen der Produktion kollidieren. Wenn die Einstellwerte nicht konstant bleiben oder die Reaktionen des Ofens verzögert sind, hat das Folgen: Verformungen des Glases, fehlerhafte Glättungsvorgänge oder Lücken in der Schichtstruktur – Probleme, die erst später erkennbar werden. Wir haben einen speziellen Temperatursensor für Glasöfen entwickelt, damit die tatsächliche Temperatur gemessen werden kann – also das, was das Glas tatsächlich erlebt, und nicht das, was das Bedienfeld vorgibt.
Was technisch wichtig ist:
Der Sensor basiert auf einem Element mit schneller Reaktionsfähigkeit und stabilem, wiederholbarem Ausgangssignal. Er ist in eine Quarzkapsel oder eine Hochtemperaturhülle eingebettet, die auch bei wiederholten Belastungen konstant bleibt. Der Sensor deckt den gesamten Temperaturenbereich ab, hält strenge Toleranzen ein und verursacht kaum Selbstheizung – dadurch werden die Messwerte nicht verfälscht. Das Signal ist so sauber, dass PID-Schleifen keine Störungen verursachen. Zudem passt der Sensor in die Standardmontageplätze, sodass er ohne weitere Anpassungen eingesetzt werden kann. Im Prinzip kann das Steuerungssystem somit die tatsächliche Temperatur sowie die Temperaturverteilung im Ofen erfassen – ohne Störungen durch falsche Platzierung oder langsame Reaktionen des Sensors.
Warum der Sensor in der Praxis funktioniert:
Bei der Glättung des Glases hängt der Erfolg von einer gleichmäßigen Erwärmung ab. Ein Sensor mit verzögerten Reaktionen führt dazu, dass der Ofen über die gewünschte Temperatur hinausheizt – das führt wiederum zu ungleichmäßigen Spannungen und optischen Verzerrungen. Bei der Biegung des Glases muss die Temperatur genau kontrolliert werden – nur so bleibt die Form konstant. Bei der Schichtung und Trocknung von Beschichtungen härtet der Klebstoff oder die Schicht durch Zeit und Temperatur aus – daher ist eine genaue Messung wichtig, um Nacharbeiten zu vermeiden und die Produktion aufrechtzuerhalten. Das Ergebnis sind weniger defekte Produkte, weniger Unterbrechungen in der Produktion und ein Ofen, der näher am gewünschten Betriebspunkt arbeitet.
Praktische Details:
Die Montageposition ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Sensors. Der Sensor sollte dort platziert werden, wo das Glas die Temperatur wahrnimmt – nicht in einer kalten Ecke oder in einer „toten Zone“. Falls Infrarotmessungen verwendet werden, müssen die Emissivität sowie die Sichtlinie überprüft werden. Nicht-standardmäßige Längen oder Anschlussarten führen zu längeren Lieferzeiten – daher sollte man die Kompatibilität mit dem Eingangsbereich und der Abschirmung des Steuergeräts überprüfen. In Öfen mit hoher Konvektion können Vibrationen die Anschlüsse beschädigen – daher sollten geeignete Halterungen und Isolierungen verwendet werden. Zudem sollte die Wartung an die Produktionsabläufe angepasst werden.