
Sicherung und Trockenhaltung der Infrarotheizgeräte im Badezimmer
Der Einsatz von Infrarotheizgeräten in Bädern mit hohen Decken klingt großartig – bis man daran denkt: Dampf. Sehr viel Dampf.
Wasser und Elektrizität sind eine gefährliche Kombination. Wenn die Isolierung nicht ausreichend ist, können Kurzschlüsse oder Fehler auftreten. Um Sicherheit zu gewährleisten, konzentrieren wir uns auf drei wichtige Punkte: die Isolierung, die Abdichtung sowie der Erdungspunkt.
Verhinderung von Lecks
Wenn das Badezimmer feucht wird, sammelt sich Kondenswasser überall an – auch am Heizelement. Um zu verhindern, dass Strom an unerwünschten Stellen fließt, verwenden wir hochwertige keramische Isolatoren an den Anschlüssen der Lampe.
Wenn Sie ein 220-V-System nutzen, reicht es nicht aus, einfach nur „ausreichende“ Isolierung zu verwenden. Wir verwenden Isolatoren, die einem Spannungseinfluss von über 2 kV standhalten können. Warum? Weil Feuchtigkeit Wege für den Strom schafft. Wir nutzen einen MegOhmmeter, um sicherzustellen, dass der Widerstand weiterhin sehr hoch bleibt – über 100 MΩ – selbst dann, wenn das Gerät vollständig mit Dampf bedeckt ist.
Abdichtung der Anschlüsse
Die meisten Defekte treten genau dort auf, wo die Verkabelung mit dem Lampensockel verbunden ist. Das ist der schwächste Punkt. Deshalb verwenden wir Gehäuse mit IP65-Zertifizierung. Das bedeutet im Klartext: Das Gehäuse schützt vor Staub und kann Wasserstrahlen standhalten. Doch wir verlassen uns nicht nur auf das Gehäuse. Wir verwenden Silikondichtungen sowie hitzebeständiges Gewebe, um diese Anschlüsse ordentlich abzudichten. Dadurch wird verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt – was wiederum Korrosion sowie schädliche Effekte durch Kohlenstoffablagerungen verhindert.
Erdung und Ausgleich
Jedes metallische Teil des Heizeelements muss mit einer speziellen Erdung verbunden sein. Wir verwenden dicke Kupferbänder, damit bei einem Stromleck sofort ein Schutzschalter aktiviert wird. Das ist die ultimative Sicherheitsmaßnahme.
Aber es gibt einen Haken: Wenn man das Gerät zu fest abdichtet, bleibt die Wärme zusammen mit der Elektronik im Inneren des Geräts stecken. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem zwischen der IP-Zertifizierung und der thermischen Belastbarkeit. Wenn man die Abdichtung zu stark betont, ohne einen geeigneten Kühlkörper zu verwenden, werden die inneren Komponenten einfach überhitzt. Man muss also den richtigen Mittelweg finden – sodass das Gerät wasserdicht ist, aber trotzdem atmungsaktiv bleibt.